Sonntag, 5. Mai 2013


Tanz der Farben 2

„Komm, fang mich doch!“ ruft das Rot und rennt lachend davon, plötzlich stolpert es. „He, wer bist denn du?“ fragt es unwirsch, „ich, ich bin das ovale Blau und ich breite mich ganz langsam hier aus…“

Nachdem wir auf unser Buch „Tanz der Farben“ geklopft haben, verfolgen wir die Geschichte weiter, lernen das Blau kennen und suchen im Anschluss blaue Kleidungsstücke.  

Begeistert gehen die Kinder auf die Schnitzeljagd nach den kleinen farbigen Bildchen ein, „ich hab noch ein Weisses – da schaut!“ tönt es durch die Spielgruppe und schon bald sind alle weissen, roten und blauen Bildchen auf der richtigen Farbtafel aufgeklebt.

Am Spieltisch stossen wir auf eine Schwierigkeit, die wir nicht vorausgesehen hatten. Das weisse Rechteck und der rote Punkt liegen in der Mitte des Tisches, darum herum liegen umgedrehte Memory-Kärtchen. Das erste Kind nimmt ein Kärtchen, dreht es um, benennt die Abbildung, es ist ein Schneemann und legt ihn zum weissen Rechteck. „Genau, das ist der Schneemann, er ist weiss wie Schnee, er ist schneeweiss.“ bestätige ich das Kind. Das nächste Kind deckt die Zeichnung einer Tomate auf. „Welche Farbe hat die Tomate?“ frage ich, das Kind antwortet weiss. Tja, damit hatte ich nicht gerechnet, natürlich die Tomate auf dem Bild ist weiss. Wie biege ich das nun wieder zurecht?
„Ja“, antworte ich, „du hast recht. Diese Tomate ist wirklich weiss. Welche Farbe hat eine richtige Tomate? Eine, die man essen kann?“ – Glück gehabt, das Kind geht darauf ein und antwortet, schöner, geht es fast nicht, „sie ist tomatenrot!“ Es klappt nicht bei allen Kindern auf Anhieb, doch während des Spiels kommen fast alle Kinder auf die richtige Farbe.

Die Aquarium-Schachteln bekommen diese Woche einen ovalen, blauen Aufkleber und die Innenseite des Aquariums bemalen die Kinder mit verschiedenen Blautönen.

Den blauen Sand aus dem Krug in die zwei Tassen zu giessen, ist eine echte Herausforderung.
Viel zu schnell ist die kleine Tasse voll und der Rest des Sandes ergiesst sich auf das Tablett. Geduldig räumen wir das Tablett jeweils wieder auf und zeigen den Kindern, wie sie den Sand  langsam giessen können. Viele Kinder gehen diese Aufgabe sehr konzentriert an und freuen sich riesig, wenn sie es schaffen. Andere kümmert der Sandhaufen auf dem Tablett wenig, im Gegenteil, sie nutzen ihn zu anderen Experimenten.





Mit weissen, roten und blauen Stecknadeln und gelochten Kreisen, Sternen, Blumen und Perlen können die Kinder Musterbilder auf eine Styroporplatte stecken.



Vor dem Znüni dürfen die Kinder einen Gegenstand aus einer Tasche ziehen, ihn benennen und vor sich auf den Boden legen. Als nächstes fordere ich jedes Kind auf, einen Gegenstand, nicht seinen eigenen, zu holen und ihn zur richtigen Farbe zu legen. Bei diesem Spiel können wir feststellen, ob die Kinder die neuen Wörter bereits in ihren Wortschatz aufgenommen haben. Einige Kinder sprechen nur ganz wenig oder gar nicht in der Spielgruppe, wir wissen oft nicht, ob uns das Kind versteht. Bei den Hol-Aufträgen machen alle Kinder gerne mit, sie können sich so viel Zeit nehmen, wie sie brauchen und wir sehen, ob sie den Auftrag, die neuen Wörter verstanden und gespeichert haben.

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