Samstag, 11. Mai 2013


Tanz der Farben 3

„Punkte, Punkte, … ich liebe Punkte!“ kreischt das dreieckige Gelb und stürzt sich auf die roten Punkte. „Au, au!“ schreit das Rot und …

Mein Talent „Au, au!“ zu schreien, scheint unschlagbar, wir müssen immer aufpassen, dass die Kinder vor lauter Lachen nicht platzen und wir sie wieder ruhig kriegen. 

In weiser Voraussicht habe ich diese Woche ein gelbes T-Shirt angezogen und tatsächlich, gelbe Kleidungsstücke scheinen dieses Frühjahr nicht in Mode zu sein. Vereinzelt fanden wir gelbe Bilder auf 
T-Shirts, mal gelbe Streifen auf Socken, ein bisschen gelb auf den Finken, …

In einer Gruppe sagte ein Mädchen: „Du hast ein gelbes T-Shirt, du bist jetzt das Gelb!“ – „Gute Idee!“ antwortete ich, „dann darf ich jetzt alle roten pieksen!“ Gesagt – getan! Jetzt waren die Kinder fast nicht mehr zu halten -  gut hatten wir an unserem Entdeckertisch einige interessante Angebote, sonst hätte ich den ganzen Vormittag mit pieksen verbringen müssen.

Unser Aquarium bekam gelbe, dreieckige Aufkleber und um das Aquarium später zu dekorieren, haben wir Seesterne gegossen, die die Kinder diese Woche gelb bemalen durften.





Sehr beliebt waren diese Woche unsere Saft-Flaschen, die Zitronen-Saft-Flasche wurde mit gelben, die Zwetschen-Saft-Flasche mit blauen und die Tomaten-Saft-Flasche mit roten Perlen gefüllt.




Eine echte Herausforderung für manche Hand, war das Wickeln der Löwenzahnblüte. Anfangs gab es noch viele komische Verwicklungen, aber wer den Dreh draussen hatte, schaffte es problemlos.



Interessante Bilder entstanden mit Hilfe unserer Rechteck-, Punkt- und Dreieck-Schablonen, einige Kinder nutzten sie, um Gesichter, Menschen zu zeichnen, andere malten aussen herum, wieder andere fuhren 
den Schablonen unzählige Male nach, bis fast kein weiss mehr zu sehen war. 



Heute standen Fruchtsäfte im Mittelpunkt unseres Kreisspiels. Als erstes pressten wir eine Zitrone aus und alle mutigen Kinder durften den sauren Saft probieren. Viele der Kinder verzogen zwar den Mund, meinten aber, der Saft sei fein. Einige nannten ihn auch süss, was wohl nur ein „anderes“ Wort für fein war. Danach suchte sich jedes Kind eine Frucht aus,  presste daraus Saft und füllte ihn in die passende Fruchtsaft-Flasche. Schön wäre es ja schon, könnten wir richtige Früchte zu Saft pressen, aber so wie einige Kinder, den „gepressten“ Saft in die Flaschen füllten, waren wir doch froh, taten wir nur so, als ob…

Zum Znüni konnten die Kinder verschiedene Säfte probieren, der Orangen- und der Apfelsaft kamen gut an, am Bananensaft wurde oft genippt, aber so richtig geliebt wurde er nicht.
Eigentlich waren die meisten Kinder recht zurückhaltend beim Probieren, einige verzichteten ganz und blieben beim gewohnten Wasser.

Obwohl der Frühling noch nicht ganz eingezogen ist, konnten wir diese Woche endlich eines meiner Lieblingslieder, „Chrottepösche“ von Andrew Bond einführen. Am Montag hatten wir noch Mühe eine weisse Pusteblume zu finden, ich musste eine aus Nachbars Garten holen, und hoffe sehr, er wird mir verzeihen. Schon seit Jahren stellen wir fest, dass immer weniger Kinder den Begriff „Chrottepösche“ kennen, „Chettelästöck“ kennt gar niemand mehr, die meisten nennen die gelben Frühlingsblumen Löwenzahn oder Pusteblume.

Die erste Pusteblume pusteten wir in der Spielgruppe weg! Ein typischer „Anfängerfehler“, wir sollten es aber eigentlich wissen. Wir verlegten das Pusten darauf hin nach draussen, es fliegen jetzt noch „Samenschirmli“ in der Spielgruppe herum.

Nach einer kurzen Einführung tanzten wir mit den Kindern den „Chrottepösche-Tanz“ und
schon nach dem ersten Durchgang machten die meisten Kinder begeistert mit. 

Keine Kommentare: