Sonntag, 26. Mai 2013

Tanz der Farben 5

„Schau mal, was du angerichtet hast! Ein Teil von mir ist jetzt ganz orange!“ schimpfte das Rot. „Immer mache ich alles falsch, immer schimpfen alle mit mir“, jammerte das Gelb. Da nahm das Blau das Gelb in die Arme und tröstete es – ein grünes Trapez erschien…

Wir beginnen die Geschichte jedes Mal von ganz vorne: „Am Anfang war…“
Mit jeder Wiederholung prägt sich die Geschichte bei den Kindern besser ein, sie kennen nun
das Rechteck, das Oval und das Dreieck,  wissen, dass das Blau gross wie der Himmel ist und rufen mit grossem Vergnügen „Au, au!“, wenn das Rot vom Gelb gepiekst wird.

Das Aquarium bekam diese Woche grüne Trapeze aufgeklebt und Seegras in den Boden gesteckt.



Mit viel Genuss wurde Elmar unzählige Male grau eingefärbt und genauso hingebungsvoll wurde die Farbe mit dem Wasser wieder weggespritzt. Teilweise war das Grau nicht nur an Elmar, sondern auch an Kleidern, Haaren, Gesichtern und Mobiliar, aber auch hier liess es sich mit etwas Wasser wieder sehr gut entfernen.



Zum Löffeln gab es diese Woche grüne Erbsen und für die Feinmotorik grünen und weissen Knet, der zusammengeknetet werden sollte.

Die grossen und kleinen Bügelperlen reizten viele Kinder. Die nötige Ausdauer, ein ganzes Herz oder eine Ente mit Bügelperlen zu bestücken, brachten aber erst ein paar wenige auf. Aber nur schon der Versuch, die Perlen mit zwei Fingern auf die Steckplatte zu bringen, ist eine grosse Leistung für die kleinen Hände und eigentlich ist ja der Prozess nicht das Resultat wichtig.


Vor dem Znüni fischten wir nach verschiedenen Brotbelägen, legten diese zum „trockenen“ Brot und „lasen“ anschliessend, was für ein Brot wir gefischt hatten. Die Kinder freuten sich sehr, dass sie ihre Brote selbst lesen konnten (Wurst + Brot = Wurstbrot), noch mehr freuten sie sich natürlich, dass sie sich zum Znüni richtige, belegte Brote bestellen durften.

Zum Einstieg benannten wir alle Lebensmittel: Mayonnaise, Wurst, Salami, Käse, Gurken,
Eier, etc., dann fragten wir jedes Kind: „Was für ein Brot möchtest du?“. „Salamibrot“, „Käsebrot“, „Mayonnaisebrot“ tönte es ungeduldig von allen Seiten. Als alle ihr erstes Brot hatten, versuchten wir das „Bitte“ und das „Danke“  einzubauen und als der Hunger nicht mehr so gross war, ermunterten wir die Kinder einen ganzen Satz zu sagen: „Ich möchte ein Gurkenbrot, bitte“.


Die Aussicht auf ein feines Brot, veranlasste manches, bislang schweigsame Kind zu seinen ersten Äusserungen.




 

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