Samstag, 1. Juni 2013

Tanz der Farben 6

Hier bei euch gefällt es mir!“ freute sich das Grün und machte es sich bequem. „Ich will mich auch mit dir mischen“, rief das Rot und rannte auf das Blau zu. „Warte!“ warnte das Blau, doch es war schon zu spät. Das Rot stürzte sich auf das Blau und die beiden vermischten sich, aus ihnen entstand eine nach Lavendel duftende violette Drachenform …

Nach der Geschichte lernten die Kinder die vielen, vielen Farbkinder der Familien Weiss, Rot, Blau, Gelb, Orange, Grün und Violett kennen. Die Kinder zogen aus der Tasche ein Farbmuster und legten es zur entsprechenden Farbe. Nur das sehr orange Gelb und das Rosa bereiteten den Kindern ein bisschen Schwierigkeiten, die übrigen Farbkinder konnten sie fast mühelos den richtigen Familien zuordnen.

Das Highlight am Entdeckertisch war diese Woche unsere Farb-Misch-Maschine. Zuerst gaben die Kinder einen Löffel Malvenblüten in ein Glas Wasser, nun betrachteten wir gemeinsam die Farbe des Wassers, es war weiss (durchsichtig). Ja! Auch in den Augen einiger Kinder las ich: „Was soll das! Logisch ist Wasser durchsichtig!“ Nun rührten die Kinder kräftig um und siehe da: langsam verfärbte sich das Wasser, es wurde hellblau, ganz fleissige „Rührer“ schafften sogar ein dunkles Violett. Wir gossen das Wasser durch ein Sieb, die nassen Blüten kamen auf die Seite, aus einem Krug leerten wir ein wenig Sirup in ein zweites Glas. Wir verschlossen die Gläser mit den vorbereiteten Deckeln: auf das erste Glas kam der Deckel mit einem Loch und einem Schlauch, in das mittlere Glas kamen zwei Schläuche und auf das dritte Glas der Deckel mit nur noch einem Schlauch. In das Loch vom ersten Deckel steckten wir einen Trinkhalm und nun mussten die Kinder fest blasen – eine grosse Herausforderung für so manches Kind. Fasziniert vom Effekt des Blasens  (das dunkelblaue Wasser färbt sich, sobald es im zweiten Glas ist, sofort rosa und wird dann allmählich wieder durchsichtig) versuchten es die Kinder immer wieder, bis sie den Dreh draussen hatten.



Unser Aquarium braucht natürlich noch Fische. Wir entschieden uns für gefaltete Papier-fische, nächste Woche werden wir sehen, ob die Kinder es mit unserer Hilfe schaffen, selbst Fische zu falten. Diese Woche liessen wir die Kinder farbiges Papier mit Hilfe von Murmeln herstellen. Auch hier spielten die Kinder hochkonzentriert und schafften manches kleine Kunstwerk.



  

Wir haben für die Kinder Tintenfische gegossen, diese konnten sie violett anmalen und den Aquariumboden konnten sie mit Muscheln, Glitzersteinen, Steinen, etc. weiter verzieren.



 

Vor dem Znüni wagten wir uns ans „sprachliche Kochen“. Wir machten verschiedene Kuchen, Pizze und natürlich gab es auch wieder belegte Brote. Wir zeigten den Kindern die verschiedenen Zutaten, wie Apfel, Pilz, Salami, Zwetschge, Butter, Honig, Pizza- und Kuchenboden und Brote und liessen alles benennen. Im Chor wiederholten wir die einzelnen Worte.  Als nächstes zeigte ich ein „fertiges“ Produkt und fragte:“ Wer weiss, was das ist?“ – Die meisten „Gerichte“ erkannten die Kinder auf Anhieb, nur die Kuchen mit den geschnittenen Früchten bereiteten den Kindern ein paar Schwierigkeiten. „Das ist ein Erdbeerkuchen, was brauchst du für den Erdbeerkuchen?“ war meine Frage an die zweite Leiterin, „Für den Erdbeerkuchen brauche ich die Erdbeere und den Kuchen,“ antwortete sie und brachte mir die genannten Zutaten. Wir legten die Karten in Leserichtung auf den Boden und wiederholten mit den Kindern den ganzen Satz. Nun durfte jedes Kind etwas Kochen und mir die benötigten Zutaten bringen.








 

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