Samstag, 18. Januar 2014

Klatschbilder und kleine Igel

Dummerweise haben unsere Plüschtiere übers Wochenende ihre Geschenke wieder durcheinander gebracht und so mussten wir sie mit Hilfe der Kinder wieder neu zuordnen. Damit uns dies nächste Woche nicht noch einmal passiert erstellen wir uns eine Geschenkeliste. 
Mit den realen Gegenständen klappt das Verteilen wunderbar, die Kinder erinnern sich noch sehr gut, welches Tier welches Geschenk überreichen will. Schwieriger ist es mit den Abbildungen, die Abstraktion gelingt noch nicht allen Kindern gleich gut. Unbeabsichtigt haben wir noch ein paar zusätzliche Schwierig-
keiten eingebaut, die Glocke auf unseren Bildern ist eine richtige Glocke, die reale Glocke und das Glöckchen sind eigentlich Schellen, die Tassen auf den Bildern sind rot, die richtigen Tassen sind weiss. 
Hätten wir die realen Gegenstände fotografiert, wäre es für die Kinder wohl einfacher, so aber lernen sie, 
dass ein und dasselbe Wort für mehrere Gegenstände gelten kann, sie machen einen ersten grossen Schritt in Richtung Abstraktion, eine wichtige Voraussetzung für das Lesen und Schreiben. Unsere Geschenke-Poster zeigt alle Tiere mit ihren Geschenken und die Kinder haben schnell gemerkt, dass es ihnen weiterhilft, wenn
sie nicht mehr wissen, wem sie ihr Geschenk geben sollen. 

Am Entdeckertisch erfreute sich vor allem das Klatschbild eines regen Zulaufes. Mit einem "Tropffläschen"
tropften die Kinder kleine Farbpünktchen auf das Papier. Eine grosse Herausforderung für die Feinmotorik: 
es gilt den richtigen Druck auf das Fläschchen zu finden, damit sich nicht eine Farbstrom über das Papier ergiesst, sondern nur ein kleines Pünktchen, bei zu wenig Druck passiert gar nichts. Unsere Aufgabe besteht darin, die Kinder immer wieder zu ermuntern nur Pünktchen zu tropfen ohne sie zu entmutigen, wenn sich trotz grosser Bemühungen immer wieder Seen auf dem Papier ausdehnen. Ist genügend Farbe auf dem Papier, schlagen wir die nach hinten geklappte Hälfte des Papiers nach vorne und legen sie auf die Farbe. 
Die Kinder dürfen nun mit den Händen darauf klatschen - die Öffnung des Papier sollte nach hinten liegen, denn bei viel Farbe und kräftigem Klopfen spritzt die Farbe aus dem Papier heraus - so mancher Pulli könnte sonst neu eingefärbt werden. Nach dem Festklatschen dürfen die Kinder das Papier wieder öffnen und sich an den herrlichen Farbbildern erfreuen. 
Auch sehr beliebt war unser Rasierschaum-Tablett, nach manch zögerlichem Reinfassen und Staunen, freuten sich die meisten Kinder über den herrlichen Schaum, der an den Händen kleben blieb, in den man zeichnen konnten und der sich fast nicht mehr von den Fingern lösen liess. 

Die Kapsel-Kette für unser Windspiel brauchte viel Geduld und grösste Konzentration, sollten doch die
Kapseln immer gegengleich aufgefädelt werden, eine echte Herausforderung. 

Die ausgestanzten Punkte von letzter Woche wurden aufgeklebt und dabei der Umgang mit dem Leimstift geübt, so manche interessante Komposition und ein Schneemann entstanden dabei. 

Endlich konnten wir unsere Brio-Bahn mit weiterem Material ergänzen, nun können die Kinder endlich eine
etwas grösser Bahn bauen und es sind Lokomotiven und Wägen für mehrere Lokführer vorhanden. 

Nach dem Znüni klebten wir alle gemeinsam grosse und kleine Stacheln auf unseren Papier-Igel auf. Der Umgang mit dem Leimstift, das genaue Auftragen des Leimes und die Platzierung der Stacheln waren interessante Erfahrungen für die Kinder. 










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