Freitag, 14. März 2014

Lieblingsessen und Zahnteufelchen

Als zahnfreundliche Spielgruppe haben wir uns verpflichtet, den Kindern wie auch den Eltern zahnfreundliche Lebensmittel und die Kariesprophylaxe näher zu bringen. Kein einfaches Unterfangen, wenn 2/3 der Kinder erst spärliche Deutschkenntnisse haben, wir setzten auch bei diesem schwierigen Thema auf vielfältiges Anschauungsmaterial. 

Arti, Lucy und Max stellen den Kindern ihr Lieblingsessen vor, danach fragen wir die Kinder nach ihrem Lieblingsessen, die meisten Kinder brauchen dabei viel Unterstützung und greifen gerne auf die schon genannten Lebensmittel oder Menüs zurück. 

Einige Kinder, die schon letztes Jahr bei uns waren, erinnerten sich: "Schoggi Zähne kaputt!" "Nein, nein, so schlimm ist es nicht!" nahmen wir diesen Input auf und fragten weiter: "Was passiert, wenn wir Schokolade essen? - Genau, die Zähne werden schmutzig, der Zucker bleibt an den Zähnen kleben, die Zähne werden ganz klebrig.Schaut einmal hier." Wir geben den Kindern einen Gebissabdruck, den wir zuvor kräftig mit einem Leimstift eingestrichen haben, zum Anfassen. In unserem Zahnrahmen zeigen wir nochmals einen schmutzigen Zahn, jetzt kommt die Bakterie, das kleine grüne Zahnteufelchen, zum Einsatz. Wir erklären: "Es kratzt die Schokolade vom Zahn und wenn es ganz lange und viel kratzt, bekommt der Zahn ein Loch. Aber, das muss nicht sein! Was haben wir hier? - Genau, Zahnpaste und Zahnbürste, damit putzen wir den Zahn und nun gefällt er der Bakterie gar nicht mehr, sie mag nämlich keine Zahnpaste." 




Im Anschluss an diese Einführung, dürfen die Kinder Nahrungsmittel aus der Tasche nehmen, gemeinsam
überlegen wir, ob sie die Zähne schmutzig machen und wir die Zähne putzen müssen oder ob die Zähne
sauber bleiben und wir diese Lebensmittel in der Spielgruppe essen können. Die meisten Zuordnungen klappen auf Anhieb recht gut, wir haben viele zahnfreundliche Nahrungsmittel (Gemüse, Obst, Käse, Nüsse) und nur wenige, dafür sehr süsse ausgewählt, so fällt es den meisten Kindern leichter zu verstehen, wann sie die Zähne putzen sollten. 

Am Entdeckertisch wurde fleissig gezählt, wir marmorierten fünf Holzperlen, in dem wir von jeder Farbe
drei Tropfen ins Wasser gaben, die Kinder hatten sich von den fünf Farben jeweils drei aussuchen dürfen. 
(Mehr übers Marmorien erfahrt ihr in Artis Kreativ-Werkstatt). 

Einige Kinder ordneten Karten mit unterschiedlich vielen Gegenständen den passenden Würfelbildern 
zu, andere erfanden eigene Spielregeln für dieses Angebot. 

Sehr beliebt war auch unser Experiment: Die Kinder "mahlten" Pfefferfische ins Wasser, ein Dinosaurier hatte eine scharfe, grüne Sauce probiert und musste im Teich seinen Durst löschen, kaum senkte er seinen Kopf ins Wasser, schossen die Fische davon! Da das Experiment immer nur einmal funktioniert, putzten die Kinder den Teller unzählige Male, leerten wieder Wasser auf den Teller, nahmen die Pfeffermühle und mahlten den Pfeffer, tauchten den Dino in die Sauce und anschliessend ins Wasser und freuten sich 
jedes Mal, wenn die Pfefferfische ängstlich das Weite suchten.  

Zeitungen sollten in kleine Stückchen gerissen werden, was für die kleinen Händchen gar nicht so einfach
ist, wahrscheinlich macht es auch viel mehr Spass, wenn die Zeitung gerade gelesen wird. 
Diese Woche kamen zwei Flechtangebote neu in unser Montessori-Gestell.

Am Spieltisch suchten wir die versteckten Lebensmittel aus den Bohnen und in der Spielecke entstanden
mehr oder weniger stabile Kapla-Türme. Am Knettisch war Phantasie gefragt, diese Woche gab es weder 
Ausstecher noch Wallholz. 

Passend zu unserem Zahnthema führten wir das Lied "Superschrupper" von Andrew Bond ein, es ist ein bisschen schnell und die Kinder wie auch wir mussten höllisch aufpassen, dass wir keine Knöpfe in die Arme
bekamen, wir hatten aber viel Spass dabei. 











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