Samstag, 5. September 2015

Sprachförderung von Anfang an?

Dieses Jahr hatten wir tatsächlich einen etwas schwierigeren Start, nur noch wenige unserer Spielgruppenkinder sprechen deutsch und so fehlen uns die "Zugpferde", die mit ihrem fröhlichen Geplapper, die anderen Kinder mitreissen. 

Jetzt nach der dritten Woche sind alle Kinder bei uns angekommen, das altbewährte Rezept bestehend aus Geduld, Trost, Ablenkung und viel Zuneigung liess die letzten Tränen versiegen. 

Dennoch stellten wir uns die Frage, sollen wir nächstes Jahr erst nach zwei bis drei Wochen mit den Sprachspielen starten? Viele Kinder sind schon arg gefordert, wenn sie nun plötzlich von einem Tag auf den anderen für ein paar Minuten in einem Stuhlkreis mehr oder weniger ruhig sitzen sollen. Tatsächlich brauchen wir bei einigen Kindern sehr viel Überzeugungskraft, um sie von ihrem aktuellen Spiel zu lösen, um sie zu einem gemeinsamen Spiel zu bewegen. Kinder, die immer wieder aufstehen, weggehen, weinen oder mit der Kugelbahn spielen, während die anderen im Kreis sitzen, lenken diese natürlich stark ab. Doch meistens sind 2/3 der Kinder an den Spielen interessiert, machen mit und freuen sich über unsere Kurzgeschichten. 

Als Spiel- und Sprachwerkstatt ist es unser Ziel, den Kindern einen möglichst grossen Verstehens- und Gebrauchswortschatz in den Kindergarten mitzugeben, starten wir mit der Sprachförderung erst in der dritten oder vierten Woche, fällt ein ganzes Sprachthema weg und so glaube ich, dass es sich lohnt, die ersten Wochen noch etwas chaotisch aber dennoch intensiv an der Sprache zu arbeiten. 

Die ersten vier Wochen stehen im Zeichen unserer Plüschtiere und nach den ersten drei Wochen kennen die ersten Kinder schon die Tiere, wissen wie diese "reden" und können ihre Namen nennen. Auch den Satz: "Wie heisst du?" haben sie verinnerlicht und können ihn mit ihrem Namen beantworten. 



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