Montag, 29. August 2016

Wir nehmen die Herausforderungen an!


Seit letztem Jahr kommen Kinder, die bis am 31. Juli 4 Jahre alt werden, in den Kindergarten. Wenn sie zwei Jahre eine Spielgruppe besuchen möchten, müssen wir die Kinder bereits mit 2 Jahren in unserer Spielgruppe aufnehmen.

Wir nehmen diese Herausforderung an!

Unser Spielgruppenprogramm ist so konzipiert, dass alle Kinder bei uns profitieren können. Am Entdeckertisch warten interessante Aufgaben, die selbst Schulkinder noch herausfordern, die aber auch von unseren Jüngsten gemeistert werden können. Nicht erschrecken! Unsere Aufgaben haben nichts mit der Schule zu tun, es geht vielmehr darum, die Kinder ganzheitlich zu fördern. Sei dies mit Werkangeboten oder mit spannenden Aufgaben des täglichen Lebens, wie schütten, giessen, schöpfen.

Wir sind oftmals die ersten ausstehenden Erwachsenen, mit denen die Kinder in Kontak kommen. Viele Eltern erwarten von uns, dass wir Ihnen helfen, die Kinder zu fördern und sie gut auf den Kindergarten vorzubereiten.

Wir nehmen diese Herausforderung an!

Manchmal ist es sehr schwierig, ein Kind in diesem Alter einzuschätzen. Ist es einfach schüchtern und spricht nicht, wo steht es in seiner Erstsprache, hat es Schwierigkeiten mit der Sprachaufnahme, hört es vielleicht nicht gut. Sollen wir den Eltern empfehlen, eine Logopädin aufzusuchen oder erschrecken wir die Eltern mit diesem Vorschlag, bringen sie im schlimmsten Fall das Kind nicht mehr in die Spielgruppe?

In der Schule sollten die Kinder vom ersten Tag an die Bildungssprache sprechen, obwohl diese im Kindergarten fast gar nicht zum Zuge kommt.

Wir nehmen diese Herausforderung an!

Bei uns kommen die Kinder bereits in der Spielgruppe mit der Bildungssprache in Kontakt, mit unserer Doppelleitung können wir den Kindern die Mundart, wie auch das Hochdeutsch vermitteln. Leider wird in vielen Familien nicht mehr vorgelesen, den Kindern fehlen die Verben. Ja, diese kleinen Tun-Wörter haben es in sich. Plötzlich, in der 4. Klasse tauchen sie im Texten auf, wenn möglich in der Vergangenheit, die wir in der Umgangssprache gar nicht verwenden, für viele Kinder wird es fast unmöglich, die Texte zu verstehen.

Die Integration gelingt, die Sprache wird gelernt, wenn das Kind eine Spielgruppe besucht. Immer öfter wird die Spielgruppe als Allheilmittel für die frühe Förderung gesehen.

Wir nehmen auch diese Herausforderung an!

Bereits zum zweiten Mal innert Jahresfrist haben wir unser Sprachförderkonzept geändert, um die Kinder noch besser auf den Kindergarten vorbereiten zu können, um ihnen einen grösseren Wortschatz mit auf den Weg zu geben, um die Eltern in ihrer Erziehungsarbeit zu unterstützen.

Nun hoffen wir, dass die Behörden bald aufwachen und sehen, wie wichtig unsere Arbeit im Frühbereich ist und wie wenig wie für uns tun müssen. Ein wenig mehr, z. B. ein Spielgruppenplatz für jedes Kind in einer Gemeinde, wäre ein guter Anfang!


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